Bevor der Lockdown light im November mit erneuten Kontaktbeschränkungen startete, traf ich mit Sophie im Weinberg von Schloss Wackerbarth in Radebeul zu einem herbstlichen Portraitshooting. Bereits vor ziemlich genau einem Jahr war ich mit Yvonne am Schloss zum Herbstshooting. Diesmal war ich mit meinem Modell zwischen den gelbblättrigen Weinstöcken direkt im Hang.
Ein Fotoshooting inmitten von Mohnblumen – dieses Jahr hat es endlich mit einem Model geklappt: ich war zusammen mit Anika unterwegs. Wie ich vorgegangen bin und was bei rausgekommen ist, erfahrt ihr hier.
Ich hatte mit meinem Modell ein abendliches Shooting bei Sonnenuntergang am Elbhang gegenüber von Coswig geplant. Leider hatte das Wetter nicht so mitgespielt, da der Himmel bewölkt war und vom Sonnenuntergang letztendlich nicht viel zu erkennen. Dennoch haben wir das Beste aus der Situation gemacht. Wie, dass erfahrt ihr in diesem Beitrag.
Anfang Februar hatte ich ein Fotoshooting in der Wohnung von Angela in Dresden. Dies war für mich eine neue Erfahrung, bei der ich wieder viel dazu gelernt habe und die ich hier teilen möchte.
Vorbereitung
Einige Wochen vor dem Homeshooting habe ich mich mit Angela getroffen. Dabei habe ich mir die Wohnung angeschaut, eine beschauliche Altbauwohnung am Rand von Dresden, und natürlich auch zum Kennenlernen und zum Austausch erster Ideen.
Angela war sehr aufgeschlossen und hat sich sehr auf das Shooting gefreut. Wir haben dieses auf TFP-Basis durchgeführt.
Ich habe mich im Vorfeld über Kamera- und Blitzlichteinstellungen sowie im Buch Posen! von Mehmet Eygi über ein paar Posen informiert. Auch über Pinterest habe ich mir einige Anregungen geholt.
Ablauf des Homeshootings
Wohnzimmer
Am Shootingtag, es war ein Sonntag Vormittag, haben wir uns vereinbarungsgemäß in der Wohnung von Angela getroffen. Wir haben im Wohnzimmer auf dem Sofa begonnen. Links hinter dem Sofa war ein Fenster sowie auf der rechten Seite, ein Stück vor der Couch.
Auf dem nebenstehenden Foto ist gut zu erkennen, wie vom linken Fenster das Licht auf Angelas linke Seite fällt und somit dem Gesicht und auch dem Arm Kontur verleiht. Das rechte Fenster hat das Gesicht aufgehellt.
Küche
Weiter ging es dann in der Küche. Angela hat noch eine alte Kaffeemühle, die, wie sie mitteilte, hin und wieder noch in Gebrauch ist.
Hier habe ich dann den Blitz mit dazugenommen und auf den Hintergrund belichtet, da sonst der Blick aus dem Fenster einfach nur eine weiße Fläche ergeben hätte. So hat das Blitzlicht Angela ins „rechte Licht“ gerückt.
Den Blitz habe ich auf der rechten Seite positioniert und so eingestellt, dass mein Modell entsprechend aufgehellt wurde.
In der Nachbearbeitung habe ich dann noch ein Retro-Bildlook ausgewählt, da ja eine Kaffeemühle heutzutage nicht mehr zu den alltäglichen Gebrauchsgegenständen gehört. Zudem sieht der Hintergrund im Fenster so ein wenig wie gemalt aus.
Esszimmer
Anschließend ging es dann in das Esszimmer. Dort konnten wir die Vorhänge zuziehen und haben mit den vorhandenen Leuchten, wie im Bild zu sehen, und etwas Aufhellblitz eine abendliche Stimmung erzeugt.
Die Kameraeinstellung für dieses Bild war eine 1/125 Sekunde bei Blende f/3,2 und ISO 200. Der Blitz erfolgte mit manueller Einstellung und per Funk ausgelöst in dezenter Dosis. Hier ist der Wert natürlich vom Abstand abhängig.
Arbeitszimmer
Dann sind wir nochmal zurück in das Wohnzimmer. Da befand sich ein kleiner Arbeitsbereich. Da Angela studiert, wollten wir dies auch bildlich festhalten. Dies erwies sich für mich schwieriger als gedacht, da ich keine richtige Idee hatte. Wir haben mehrere Dinge probiert, z.B. am Laptop arbeitend mit Büchern daneben.
Als problematisch empfand ich, dass der Schreibtisch direkt an der Wand stand und daher nur Bilder von der Seite möglich waren. Schlussendlich alberte Angela einfach ein wenig herum mit den Büchern und wir hatten einfach Spaß an der ganzen Sache.
Balkon
Zum Abschluss ging es raus auf den Balkon. Da es ziemlich frisch war an diesem Tag, habe ich aufgepasst, das Wangen, Nasenspitze und Ohren nicht zu sehr rot von der Kälte wurden.
Der Himmel war an diesem Tag bewölkt, so dass keine großen hell-dunkel-Kontraste entstanden und alles gleichmäßig ausgeleuchtet wurde.
Die Qual der Wahl
In der Küche haben wir auch ein paar Aufnahmen vor dem Kühlschrank gemacht. Herausgekommen ist diese ziemlich komische Bildstrecke mit einer witzigen Geschichte. Ich denke, dass die Bilder für sich sprechen und keiner weiteren Erklärung bedürfen.
Fazit
Auch aus diesem Shooting habe ich wieder viel an Erfahrung mitgenommen. Ich hatte mich im Vorfeld schon sehr damit befasst, was ich wo für Bilder machen wollte. Aber gerade bei den Bildern am Arbeitsbereich bin ich doch an meine Grenzen gestoßen. Ich denke aber, dass hier einfach noch Erfahrung fehlt, um auch in solchen Situationen das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
Dennoch hatte ich sehr viel Spaß mit Angela und beim Shooting.
Wenn auch du dich für ein Shooting interessierst, dann kannst du gern Kontakt zu mir aufnehmen. Auf dieser Seite habe ich mal zusammengestellt, was ich gern einmal ausprobieren möchte.
Bilderübersicht
Galerie mit Bildern vom Homeshooting mit Angela in Dresden
Das Portraitshooting mit Anika war nach dem Weihnachtsmarktbesuch noch nicht zu Ende. Am gleichen Abend haben ein weiteres kurzes Shooting in Meißen auf der Elbe-Brücke durchgeführt. Die Temperaturen sind jedoch deutlich gefallen und der Wind frischte auf, so dass Anika ziemlich durchgefroren war. Daher haben wir das Shooting kurz gehalten.
Ich wollte in erster Linie die abendlichen Lichter der Stadt nutzen, um die Portraits zu erstellen. Durch das sehr gelbe Licht habe ich einen Blitz mit genutzt, um die Lichtfärbung auf der Haut nicht zu sehr ins gelblich-orange abgleiten zu lassen. Um hier die Hauttöne etwas zu retten, ist auch eine Konvertierung in schwarz-weiß eine gute Möglichkeit.
Abschließend wollte ich ein Bild mit Wunderkerze. Da es jedoch sehr windig wurde, konnten wir lediglich eine Wunderkerze anzünden. Außerdem war Anika so durchgefroren, dass man dies den letzten Bildern angesehen hat, so dass wir aufgehört haben.
Bei der Bearbeitung des nebenstehenden Bildes habe ich in Photoshop ein Bild mit Funken über die Wunderkerze gelegt, da diese aufgrund der offenen Blende natürlich unscharf war. Ich habe mich beim Shooting dafür entschieden, das Gesicht scharf abzubilden um dann in der Nachbearbeitung die sprühenden Funken hinzuzufügen.
Ausrüstung
Wie bereits in Teil 1 des Shootings mit Anika geschrieben, bestand meine Ausrüstung für diesen Abend aus der Canon EOS 80D, der 50 mm f1.4 Festbrennweite und dem 17 – 50 mm f2.8 Zoomobjektiv. Dazu ein Aufsteckblitz, auch in diesem Fall entfesselt auf einem Stativ neben dem Modell, im manuellen Modus per Funk ausgelöst.
Bildbearbeitung
Die Bildbearbeitung erfolgte zumeist in Lightroom. Für das Bild mit der Wunderkerze erfolgte in Photoshop die Einfügung des Funken-Overlays.
Ich habe das abendliche Portraitshooting mit Anika sehr genossen. Da es für mich das erste Shooting dieser Art war, war ich verständlicherweise mehr auf den technischen Aspekt konzentriert. Aber Anika hat mich immer wieder gefragt, ob das Posing so passt, so dass ich dann natürlich wieder zurückgeholt wurde und mich um das Wesentliche beim Shooting, das Modell, kümmern musste. An diesem Teil muss ich noch arbeiten. Ich denke aber, dass ich mit jedem Shooting technisch sicherer werde und mich daher mehr auf das Modell, den Ausdruck und die Kleinigkeiten drumherum konzentrieren kann, um aus einem Foto ein richtig gutes Foto zu machen.
Ich gebe hier keine näheren Informationen zu Blende, Belichtungszeit und ISO. Ich habe im manuellen Modus fotografiert und die Belichtung auf den Hintergrund eingestellt. Der Blitz, ebenfalls manuell per Funk eingestellt, hat dann Anika ins rechte Licht gerückt.
An einem sonnigen Tag im Spätherbst letzten Jahres habe ich mich mit Yvonne getroffen und wir haben am Schloß Wackerbarth in Radebeul ein Herbst-Shooting durchgeführt.
Yvonne wollte ein Foto von sich mit Stock und Hut. Ich habe aus etwas tieferer Position fotografiert. Durch die beiden Hecken links und rechts erhält das Bild etwas Tiefe und sie lenken den Blick in das Bild auf das Modell.
Ich wollte die herbstliche Färbung der Weinblätter und die letzten Sonnenstrahlen einfangen. Tatsächlich waren bereits wenige Tage nach dem Shooting die Temperaturen gesunken und die goldgelbe Blattfärbung war verschwunden.
Hier hat sich Yvonne an eine der Weinmauern gelehnt. Der wilde Wein hatte eine wunderbare rötliche Blattfarbe. Damit auch hier wieder das Bild an Tiefenwirkung gewinnt, habe ich die Ranken unscharf in den Vordergrund genommen und im Kontrast zu dem rot passt der gelbliche Hintergrund.
Anika wollte gern ein Weihnachtsmarkt-Shooting machen. Daher trafen wir uns vorab und haben das Shooting besprochen. Für die letzte Adventswoche haben wir einen gemeinsamen Termin gefunden und uns auf dem Weihnachtsmarkt in Meißen getroffen.
Ausrüstung
Ich habe zum Shooting meine Canon EOS 80D, die 50 mm f1.4 Festbrennweite und das 17-50 mm f2.8 Zoomobjektiv eingepackt. Dazu einen Kompaktblitz mit Stativ und Beauty-Dish-Aufsatz.
Available Light
Die ersten Bilder sind bei „natürlichem“ Licht entstanden. Durch die Marktstände war ziemlich viel Licht vorhanden, welches wir genutzt haben. Dank der offenen Blende konnte ich Anika schön vom Hintergrund abheben, der in Unschärfe verschwimmt. Dank der vielen Lichter ergab sich dann auch noch ein tolles Bokeh.
Blitzlicht
Später habe ich dann den Blitz dazu genommen, entfesselt auf einem Stativ mit einem kleinen Beauty-Dish. Zudem haben wir auch noch mit einer Lichterkette herumexperimentiert.
Bildbearbeitung
Ich habe im raw-Format fotografiert, so dass eine Bearbeitung in Lightroom erfolgte. Diese beschränkte sich auf das Notwendigste, Anpassung der Belichtung, Reduzierung von Struktur und Klarheit und der Rauschreduzierung mit einem abschließenden Bildlook.
Es war ein sehr amüsanter Abend mit Anika in Meißen. Der Weihnachtsmarkt war zwar besser besucht als gedacht, aber wir konnten dennoch ungestört fotografieren.
Nach dem Weihnachtsmarktbesuch war das Shooting jedoch noch nicht zu Ende. Hier geht es zum zweiten Teil.